Kostenloses Girokonto 10/2017 – Welche Girokonten sind wirklich 100 % kostenlos?

Auch wenn immer mehr Banken ihre kostenlosen Konten vom Markt nehmen und erstmals oder nach längerer Zeit wieder Kontoführungsentgelte einführen, existieren weiterhin unterschiedliche Angebote für Girokonten ohne Kontoführungsgebühren. Diese sind für den Kontoinhaber vorteilhaft, da keine festen Kosten ausfallen. Bei vielen Angeboten verzichtet er jedoch auf einen persönlichen Service, sodass sich die Gratiskonten vor allem für Bankkunden empfehlen, die das OnlineBanking bevorzugen.

Die Eigenschaften eines kostenlosen Kontos

Kostenloses GirokontoAls kostenloses Girokonto gilt ein Bankkonto, wenn die Bank kein Kontoführungsentgelt berechnet. Diese Definition erlaubt die Berechnung eines Entgelts für Sonderleistungen, die zur bequemen Kontoführung beitragen, aber nicht zwingend erforderlich sind. Viele Banken sprechen auch von einer unentgeltlichen Kontoführung, wenn sie ein Entgelt für die kaum verzichtbare Bankkarte erheben. Sie bieten in diesen Fällen zwar den Verzicht auf die Kartenausgabe an, der jedoch lediglich bei einem ausschließlich als Zweitkonto genutzten Bankkonto möglich ist. Schließlich ist der Kontoinhaber sowohl beim Bezahlen am Einkaufsort als auch beim Geldabheben auf die Bankkarte angewiesen. Des Weiteren ist die Erhebung von Kontoführungsgebühren möglich, wenn der Kontoinhaber die Voraussetzungen für ein kostenfreies Girokonto nicht erfüllt.

Die Voraussetzungen für ein kostenloses Bankkonto sind unterschiedlich

Einige Banken, bei denen es sich vorwiegend um Direktbanken handelt, bieten ein gutes Girokonto ohne weitere Voraussetzungen an. Verbreiteter sind hingegen Mindestvoraussetzungen, die der Bankkunde zum Einsparen des Kontoführungsentgelts erfüllen muss. Im günstigsten Fall erwarten Genossenschaftsbanken lediglich den Erwerb eines Mitgliedsanteils. Dieser erzielt zumeist eine Dividende, die höher als die Verzinsung selbst langfristiger Sparguthaben ausfällt. Eine häufige Voraussetzung für ein kostenloses Bankkonto ist ein Mindestgeldeingang oder ein Mindestgehaltseingang. Zwischen beiden Begriffen besteht ein wesentlicher Unterschied, denn der Geldeingang darf auch in mehreren Beträgen erfolgen und lässt sich sogar durch gegenseitige Überweisungen mit dem Partner oder einen zuverlässigen Freund erzeugen.

Eine weitere häufige Forderung für ein kostenloses Bankkonto besteht in der ausschließlichen Durchführung der anfallenden Buchungen über das Internet. Sollte der Kontoinhaber ausnahmsweise nicht das Online-Banking nutzen, berechnet die Bank für jede manuelle Buchung ein gesondertes Entgelt. Zu einem geringen Teil bieten Banken weiterhin ein kostenloses Konto an, wenn der Inhaber eine Mindestsumme bei ihnen anspart.

Für junge Leute bieten die meisten Bankhäuser weiterhin ein kostenloses Konto an. Die Altersgrenze unterscheidet sich je nach Bank, sie liegt üblicherweise zwischen achtzehn und sechsundzwanzig Jahren. Viele Geldinstitute führen das Bankkonto länger ohne Berechnung eines Entgelts, wenn der Inhaber studiert oder eine Fachschule besucht.

Barauszahlungen am Geldautomaten sind bei einem gebührenfreien Girokonto grundsätzlich kostenlos. Für Auszahlungen am Schalter berechnen einige Geldinstitute ihren Kontokunden hingegen ein Entgelt.

Kostenlose Bankkonten und die Geldauszahlung

Girokonto kostenlosDirektbanken verfügen über keine Geschäftsstellen oder unterhalten eine solche ausschließlich am Sitz des Unternehmens. Auf diese Weise sind Bareinzahlungen auf das eigene Konto nur bei einer Drittbank möglich, sodass hohe Kosten anfallen. Einzahlungen auf ihr eigenes Girokonto führen die meisten privaten Bankkunden selten durch. Barabhebungen sind hingegen regelmäßig erforderlich und kostenfrei, wenn sie am Automaten der eigenen Bank oder einer Partnerbank erfolgen. Einige Direktbanken haben sich eine der beiden großen Gruppen Cash-Pool oder Cash Group angeschlossen, sodass die meisten Kontoinhaber genügend Automaten zur unentgeltlichen Bargeldversorgung finden. Die kleinere Gruppe Cash-Pool ist allerdings in einzelnen Kleinstädten nicht vertreten. Bei der Suche nach einem kostenlosen Girokonto berücksichtigen Bankkunden auch, ob sich passende Geldautomaten in der Nähe ihrer Wohnung beziehungsweise ihres Arbeitsplatzes befinden.

Einige Direktbanken übernehmen die Fremdautomatenentgelte für beliebig viele oder für eine begrenzte Anzahl an monatlichen Geldabhebungen und gleichen auf diese Weise den Nachteil der fehlenden eigenen Geräte aus. Eine weitere Möglichkeit zum kostenlosen Geldabheben bieten Handelsketten, die bei Einkäufen ab 20,00 Euro Bargeld bis zum Gesamtbetrag von 200,00 Euro anbieten. Diese Abhebevorgänge gelten bei einer beschränkten Anzahl an Bargeldverfügungen nicht als solche, sondern als Kartenzahlung.

Für die Übermittlung einer TAN im Online-Banking existieren unterschiedliche Varianten, die nicht alle von jeder Bank unterstützt werden. Die mobile TAN eignet sich für die Nutzung am heimischen Computer, während sie für das Smartphone weniger empfehlenswert ist. Ein Sicherheitsmerkmal stellt die Verwendung von zwei unterschiedlichen Geräten für die Eingabe der Zahlungsdaten und der PIN dar, die beim Banking über ein Smartphone aufgehoben wird, sofern der Nutzer nicht ein einfaches Zweithandy für die TAN-Übermittlung einsetzt. Zu beachten ist bei einem Girokonto Test auch, dass einige Geldinstitute trotz grundsätzlich kostenfreier Kontoführung nur eine begrenzte Anzahl an mobilen Transaktionsnummern je Monat ohne Berechnung verschicken.

Zusätzliche Leistungen zum kostenlosen Girokonto

bestes Festgeldkonto

Verschiedene Banken bieten zum entgeltfreien Girokonto zusätzlich eine ebenfalls kostenlose Kreditkarte an. Diese Zusatzleistung ist bei einem Kreditvergleich für ein kostenfreies Girokonto nützlich, aber nicht zwingend erforderlich. Jeder Bankkunde hat schließlich die Möglichkeit, eine nicht an das Bankkonto gebundene Gratis-Kreditkarte zu nutzen. Die kostenfreien Kreditkarten mit Kontobindung sind bei wenigen großen Direktbanken mit dem Nachteil verbunden, dass die Kartenabrechnung wöchentlich oder alle zwei Wochen statt monatlich erfolgt. Zudem bieten einige externe Karten ein um einen Monat verlängertes Zahlungsziel an. Kostenlos bezieht sich bei Kreditkarten generell nur auf den Verzicht auf das Jahresentgelt. Für Bargeldabhebungen sowie für Zahlungen außerhalb des Euroraumes fallen bei vielen an sich kostenlosen Kreditkarten doch Entgelte an.

Ein kostenloses Tagesgeldkonto als Wunschleistung zum entgeltfreien Bankkonto stellt eine nützliche Zusatzleistung dar. Die Führung des Sparkontos für kurzfristig verfügbare Gelder und des Girokontos bei derselben Bank erleichtert das Einzahlen und Auszahlen von Sparguthaben. Ein wesentliches Kriterium bei einem Angebotsvergleich für ein kostenfreies Bankkonto stellt das beste Tagesgeldkonto jedoch nicht dar, da es von nahezu jeder Bank unentgeltlich geführt wird.

Eine nützliche Zusatzleistung bietet hingegen ein gebührenfreies Girokonto, zu dem der Inhaber ein ebenfalls kostenloses Anlagekonto erhält. Unentgeltlich ist in diesem Fall die Führung des Wertpapierkontos, für die einzelnen Order fallen hingegen Kosten an. Bei einem Angebotsvergleich für ein kostenloses Bankkonto mit integriertem Anlagekonto achten Interessenten deshalb auch auf die Höhe der Ordergebühren.

Der Dispokredit beim kostenfreien Bankkonto

Die meisten Kontoinhaber nutzen ihren Dispositionskredit zumindest hin und wieder. Einzelne Banken bieten ein gebührenfreies Girokonto mit einer DispoFreigrenze an. Das bedeutet, dass sie bis zu einem festgelegten Minusbetrag auf dem Bankkonto keine Zinsen berechnen, wobei sie die Dauer eines bestehenden Soll-Saldos ohne Zinserhebung oftmals begrenzen. Bei den DispokreditZinsen zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Geldinstituten. Zum Teil unterscheidet sich der Zinssatz auch je nach Höhe des in Anspruch genommenen Verfügungsrahmens beim selben Konto. Die aktuellen Zinsen können Sie immer auf dem Girokonto Zinsenrechner 2017 sehen.

Nicht nur hinsichtlich des Zinssatzes, sondern auch bei der Festlegung des Dispositionskredites unterscheidet sich die Vorgehensweise je nach Bank. Teilweise werden alle unbaren Geldeingänge, zum Teil aber nur die als Gehalt beziehungsweise Lohn gekennzeichneten Zahlungseingänge herangezogen.

Wenn Sie ihr Geld lieber flexibel anlegen möchten oder eine hohe Rendite erzielen möchten empfehlen wir Ihnen einen Tagesgeldvergleich bzw. einen Festgeldvergleich.

 

Kostenloses Girokonto am 25. Oktober 2016 ist bewertet mit 4.9 of 5